Route: Wir sind durch San Martin nach Cojutepeque weiter ging es nach Ilobasco und Sensuntepeque, wo wir umgestiegen sind, damit wir nach Victoria weiterfahren konnten. Dort mussten wir eine hängende Brücke überqueren, die wörtlich in der Luft hang. Es war unsere erste Mutprobe, um festzustellen, ob man geeignet ist, eine spannende Reise zu unternehmen. Nach dieser Brücke befindet man sich in Honduras.
Nachdem wir noch einen Pick-up genommen haben, sind wir in Agua Caliente angekommen.
Dort wurden wir um 14.00 Uhr mit Hühnersuppe empfangen. Die Pastorenfamilie bestand aus 4 Kindern und lauter Cousinen, Tanten, Onkeln, Schwägerinnen, etc. Man muss sich vorstellen, dass viele Generationen unter einem Dach wohnen.
Nach dem Mittagessen und einer Siesta haben wir uns auf dem Weg gemacht. Es ging Berg hoch in einem sonnigen Tag 30 grad im Schatten. Schön war die trockene Landschaft, die wir auf dem Weg genießen konnten. Kühe und Pferde waren unsere Begleiter.
Als wir oben waren, wurden wir mit Abendessen empfangen, die ganz liebevoll von den Frauen der Hazienda vorbereitet war. Dazu muss man sagen, dass sie kaum am Männertisch sitzen. Es ist Sitte, dass Frauen und Männer getrennt essen. Hiermit hatte ich Schwierigkeiten, weil ich doch dabei saß, weil ich mich mit ihnen über das Projekt unterhalten musste. Es wurde mir erlaubt und bin herzlich aufgenommen worden. Ich redete mit dem Pastor der kleinen Gemeinde und mit dem KiGo- Leiter, Jugendgruppenleiter. Es war sehr interessant die Problematik des Ortes zu hören. Z.B. sie hatten das Problem, das sie seit einem Monat Strom im Lande hatten und die Leute sind lieber zu Hause geblieben, um fernzusehen, als in den GODI zu kommen! Solche Probleme hatte die Ortsgemeinde.
Wir waren abends im GODI und konnten mit den Geschwistern eine Lobpreiszeit und das Wort Gottes teilen. Danach haben wir mit einigen Geschwistern gegessen und letztendlich sind wir ins Bett oder Hängematte gegangen.
Am nächsten Tag sind wir den Berg runtergegangen und haben uns die Gegend angeschaut. Wir hatten den Eindruck, dass diese Menschen mit christlichen Werten gut auskommen und sie ausleben. Man musste sich den Umgang miteinander anschauen und bald konnte man feststellen, dass sie den Begriff „Leib Christi“ ziemlich gut verstehen. Einheit, Solidarität und den Last der Anderen tragen waren auf der Tageskarte. Als ich das alles sah, wusste ich, dass wir als CEDEINFA nicht ins Spiel kommen sollten, weil sie ihre Werte und Entwicklung gut kombinieren. Vielleicht können wir mit praktischen Sachen helfen, wie Schulmaterialien für die Kinder oder Medizin für das Dorf. Ansonsten fand ich sehr wichtig die Kultur und ihre Sitten zu bewahren und beschützen. Es war insgesamt eine gute bereichernde Erfahrung, die ich jedem empfehlen kann.
